01.10.10

Wohlgefühl

Veröffentlicht in Uncategorized um 2:38 pm von francy11

Diese Woche war sehr hart. Mo und Di war ich krank, Mittwoch fing die Arbeit an und ich war total unproduktiv, so dass ich letztlich nichts machte die 3 Tage…nun muss ich die ganze Arbeit am Wochenende machen und nächste Woche gehts dann richtig los…

Gestern war ich mies drauf, fühlte mich körperlich elend und war am Anschlag. Es ging soweit, dass ich wieder Bulimieanfälle hatte, was mich zusätzlich fertig machte. Ich habe ja jetzt abgenommen, weil ich von den Medis lange Zeit keinen Appetit hatte. Der Appetit ist nun wieder da und ich habe Angst zuzunehmen, weil ich mich so wie ich jetzt bin ganz wohl fühle. Mal schauen, was sich machen lässt. Ich bin jetzt schon einen Schritt weiter als noch vor einem Jahr und vielleicht schaffe ich es nun definitiv, mich vernünftig und ausgewogen zu ernähren und trotzdem schlank zu sein.

Gestern Abend ging ich dann doch noch – trotz schlechtem Zustand – Party machen. Das tat enorm gut. Es war nicht besonders spannend oder toll, aber umso besser fürs Gemüt. Um 3 Uhr war ich zu Hause, ass noch ein paar Toastbrote und legte mich dann selig schlafen.

Ebenso selig wachte ich heute kurz vor Mittag auf und ich fühlte mich blendend. Nicht dass ich besonders fit wäre, aber ich habe ein angenehmes Wohlgefühl in mir, das ich schon lange nicht mehr verspürte. Ich geniesse es richtig und kann ein bisschen Kraft tanken für nächste Woche.

01.04.10

Erkenntnisse aus den Weihnachtsferien

Veröffentlicht in Alte Muster, Angst, Antidepressiva, Arbeit, Hochsensibilität, Hochsensitivität, Leben, Leben nach Bulimie, Selbstwert, Sensibilität, Zufriedenheit tagged , , , , , , , , , um 9:14 pm von francy11

Heute war der zweitletzte Tag meiner Weihnachtsferien und ich muss sagen, am Schluss habe ich es mit der Erholung doch noch einigermassen hingekriegt.

Die letzten drei Tage bin ich aufgewacht und fand: das Leben ist schön. Genau so einen erholsamen Schlaf habe ich mir schon lange ersehnt und ich bin dankbar, dass ich es zumindest zu Ende der Ferien endlich erreicht habe.

Ansonsten – es kling vielleicht etwas seltsam – bin ich froh, dass der Alltag bald wieder beginnt. Nicht, dass ich mich auf all die Überstunden und den Stress freue, aber ich bin froh, wenn alles wieder in geregelten Bahnen läuft. Mir ist zwar selten langweilig, aber in diesen Ferien konnte ich mich für nichts so richtig erwärmen, weder fürs Ausgehen, noch fürs zu Hause bleiben. So ging ich einen faulen Kompromiss ein und tat keines von beidem richtig. Ich war zu lange damit beschäftigt, herauszufinden, was ich am liebsten tun würde, anstatt endlich etwas zu tun. So ging ich weder Snowboarden, noch auf eine Winterwanderung, noch ging ich in die Stadt einkaufen, ich kochte ausser an Silvester nichts Gescheites, hielt praktisch keines der Kaffeekränzchen mit verschiedenen Freunden und Bekannten ein, die eigentlich abgemacht gewesen wären. Kurz: ich lungerte herum und wusste trotz allen Möglichkeiten nicht, was ich mit mir anfangen sollte.

Irgendwann die letzten Tage beschloss ich, mir dies nicht allzu übel zu nehmen und es einfach mal sein zu lassen. Denn es kann auch ein grosser Luxus sein, unbekümmert stundenlang im Pyjama mit meiner Mitbewohnerin in der Küche zu sitzen und zu plaudern, DVDs zu gucken und doof zu quatschen. Dafür fehlt mir im Alltag oft die Zeit und die Musse. So habe ich dies in den Ferien reichlich nachgeholt.

Dennoch, mit der Zeit wird auch das ungemütlich, weil das Hirn nach Nahrung schreit, und diese Nahrung mochte ich mir bisher nicht selbst geben und schliesslich werde ich auf der Arbeit mehr als genug davon erhalten. So freue ich mich auf Mittwoch, wenn es wieder losgeht, auch wenn ich das Ausschlafen vermissen werde. Und es ist generell ein zweischneidiges Schwert, da gleichzeitig mit dem Nähern des Arbeitsbeginns auch die Angst zunimmt. Eine Angst, welche die Medikamente offenbar nicht mehr ganz zu decken mögen. Die Angst ist zwar nicht enorm, aber genug stark, dass mich hinderte, in den Ferien etwas grösseres zu unternehmen. Das altbekannte Thema “starrer Hase”.

Aber egal, ich habe auch ein paar tolle Dinge zu berichten. Mir ist aufgefallen, dass ich letzter Zeit vielen Menschen helfen konnte. Lange Zeit hatte ich keine Kraft dafür und ich hatte nur genommen und nichts gegeben. Einer Freundin konnte ich nun das Mobiltelefon, das sie in einem Taxi verloren hatte “zurückvermitteln”, einer anderen stand ich mit Rat und Tat bei einem schwierigen Thema zur Seite, meinem Bruder und der Schwester eine Freundin konnte ich Geschäftsbeziehungen vermitteln und mit meiner Mitbwohnerin habe ich heute ein “Jobsuche-Beratungsgepräch” geführt, inklusive Massnahmeplan, das ihr den Startschuss gab, gezielt und sicherlich Erfolgreich eine Teilzeitstelle zu finden. Ausserdem konnte ich ihr in einigen Lebensbereichen mittels Tarot-Beratung eine wichtige Hilfe sein. Und einer anderen Freundin habe ich angeboten, energetische Therapie zu geben, so dass sie wieder zu neuem Lebensmut findet.

Jetzt habe ich die Kraft, es geht mir relativ gut und ich habe überschüssige Energie, die ich noch so gerne nutze, um anderen etwas von ihrer Hilfe zurückzugeben. Ausserdem kann ich bei all diesen Dingen wichtige Dinge über mich selbst erfahren, mir sogar eine gewisse Berater- und Führungskompetenz aneignen und Erfahrung sammeln und Tarot-Beratung und energetischer Therapie. Es tut gut, wieder mal wieder zu geben. Ich spüre den Ausgleich.

Und sonst? Männer… Endlich konnte ich mich von dem Typen, der offenbar unter meinem Niveau ist, gefühlsmässig etwas distanzieren. Ich habe zudem beschlossen, mich (auch von Männern) nur noch wirklich nett, freundlich zuvorkommend und mit entsprechender Würde behandeln zu lassen. Denn was bin ich? Ich bin nett, zuvorkommend, freundlich und behandle die Menschen generell würdevoll. Dann darf ich doch das auch von meinem Gegenüber erwarten. Ich habe mir vorgenommen, auf einen Mann, der mich auch nur ansatzweise schlecht oder abwertend behandelt (und das kann sehr schnell und sehr diskret stattfinden), schon nur gesprächstechnisch gar nicht erst einzusteigen. Denn quatsche ich erst mal mit einem Mann, bin ich als Sensibelchen enorm beeinflussbar und spiele ganz unbemerkt das Opfer-Täter-Spielchen mit. Welche der beiden Rollen ich einnehme ist wohl nicht allzu schwer zu erraten. Am Ende vermisse ich den doofen Typen dann sogar, weil ich schon zu sehr beeinflusst wurde und mein inneres Opfer-Muster nach “Mehr” verlangt. Wie in einem Teufelskreis fühle ich mich immer mieser und werde abhängig. Und das von einem Mann, der mir nicht würdig ist.

Genau diese Spiele will ich nicht mehr spielen. Es dauerte sehr lange, um zu begreifen, dass ich das Recht habe, mich so behandeln zu lassen wie ich es möchte und verdient habe. Und ich habe verdient, dass man nett zu mir ist. Und dass man ehrlich zu mir ist und sich sprachlich ausdrücken kann und nicht nur in den Bart nuschelt. Nette Männer finden? Tönt alles ganz einfach, ist es aber nicht. Denn es gilt für mich, ganz generell den Fokus zu verschieben. Ich stand bisher eher auf die “Arschloch”-Typen. Diejenigen, die im Mittelpunkt stehen und den Macker raushängen. Das fand ich anziehend. Genau diese behandeln jedoch die Frauen schlecht, weil sie immer auf der Suche nach neuer Bestätigung (neuen Opfern) sind. Also muss ich zuerst herausfinden, welcher Typ Mann meinem Anspruch an Höflichkeit gerecht wird und gleichzeitig attraktiv ist. Das ist Neuland für mich und so gilt es wohl, einfach zu üben. Mich in die Materie einzudenken, einzufühlen und einfach mal (mit der nötigen Vorsicht) auszuprobieren. Ich bin erst mal nur froh, dass ich das Muster endlich erkannt habe. Das habe ich zugegebenermassen nicht ganz alleine geschafft; ich war bei einer spirituellen Beraterin, die mir ein paar wesentliche Dinge über meine mir schädlichen Muster offen legte. Sie meinte auch, dass mich die Männer schlecht behandeln, weil ich einfach noch nicht ganz glaube, dass ich etwas Besseres verdient habe. Sie meinte, aufgrund meiner Erfahrungen ginge ich schon mit einer gewissen “hau mich”-Einstellung auf die Männer zu. Wie recht sie hat und wie froh ich bin, endlich ein paar wesentliche Änderungen vornehmen zu können.

12.29.09

Dumm wie Brot

Veröffentlicht in Leben tagged , , , , , um 9:13 pm von francy11

So, der werte Herr, den ich vorletztes Wochenende kennen gelernt habe, hat sich – wie von meinem Medium prohezeiht – heute gemeldet. Ich hatte ihm ja per Facebook schon 2x kurz geschrieben. Und er weiss nichts besseres, als saudoof zu antworten; auf eine richtig DUMME Art. Es tut weh, zu realisieren, dass man soooo doof war, sich in einen sooo doofen Typen zu vergucken.

Zum Glück habe ich dann noch rausgefunden (ich bin ja ein guter Detektiv), was er von Beruf ist. Nichts, absolut nichts gegen seinen Beruf, aber ich hatte zuerst gedacht, er sei Student, und da habe ich bei gewissen Fragen, die er gestellt hat schon gestutzt. So bin ich irgendwie beruhigt. Wie gesagt, ich ehre und schätze jeden Beruf, aber ein Beruf zeigt halt schon auch ein wenig wie gebildet oder intelligent jemand ist. Und der werte Herr ist offensichtlich nicht der Klügste. Und sobald ich so was rausfinde, sinkt die Akttraktivität rapide Richtung Nullpunkt. Zum Glück. Dumm nenne ich nicht jemanden, der keinen hohen IQ hat, sondern jemanden, der einfach ein dummer Mensch ist. Ich kann es nicht anders beschreiben, aber ich glaube, jeder weiss, was gemeint ist. Ein dummer Mensch nimmt keine Rücksicht, kann sich nicht in andere hineinversetzen und merkt nicht mal, dass er dumm ist. Findet sich noch besser als die anderen.

Und der werte Herr ist wohl einer von denen. Zum Glück habe ich das noch früh genug realisiert. Ich bin immer noch nicht ganz über ihn hinweg. Aber es wird nicht mehr lange dauern. Manchmal ist es gut, wenn man die Dummheit anderer Menschen erkennt. Man kann sie dann besser loslassen.

Ferien – nicht erholsam

Veröffentlicht in Leben, Schlechte Laune, Zufriedenheit tagged , , , , um 7:08 pm von francy11

Ich habe jetzt schon 8 Tage (seit letztem Dienstag) Ferien und eigentlich hatte ich noch nicht wirklich was davon, was ich für mich ‘Gutes’ mitnehmen könnte. Wie schnell ist die Zeit vergangen und wie wenig habe ich gemacht. Es geht mir nicht darum, möglichst viele Dinge zu unternehmen, aber ich möchte das Gefühl haben, dass sich die Ferien wenigstens lohnen.

Was habe ich denn so gemacht in diesen Tagen? Am ersten und zweiten Tag bin ich, soviel ich weiss, nur rumgelegen und habe mich von den Arbeits-Strapazen erholt. Donnerstag war dann ja Weihnachtsfeier mit meinen Eltern, Freitag wieder rumgehangen und ‘erholt’, Samstag war dann Weihnachtsfeier mit den Verwandten und am Abend Party mit meiner Mitbewohnerin. Eine Nacht, die so lange dauerte, dass der ganze folgende Tag fürs Schlafen draufging. Sonntag also nix gemacht ausser TV geguckt. Montag immer noch müde von Samstag Nacht. Dann aber Treffen mit einer Freundin, die ich seit über einem Jahr nicht mehr gesehen hatte und der Termin bei meinem Medium, was mir sehr viel gebracht hat. Den Rest des Montages verbrachte ich dann aber wieder mit rumduseln und nix rechtem tun.

Was ist heute? Dienstag? Ich weiss es nicht mal..doch ich glaube Dienstag. Also, was habe ich heute gemacht: Rumgehangen bis weiss nicht wann…dann gechattet über Facebook…dann ging ich mit dem Kleinen (der gerade die Windpocken hat) raus, das war gut. Ich spazierte mit ihm runter zur Aare, Steine ins Wasser werfen. Dann gingen wir ins Schwellenmätteli eine heisse Ovo trinken. Dann raus zu den anderen Kindern Fangen spielen (also er; ich schaute nur zu). Dann marschierten wir weiter zum neuen Bärengraben, wo zur Enttäuschung des Kleinen keine Bären waren und ich dann erklären musste, warum die Bären nicht immer Lust haben, sich dem schaulustigen Publikum zu zeigen.

Inzwischen waren wir ziemlich weit marschiert für den 4jährigen Zweibeiner und auch für mich, ehrlich gesagt. Das letzte Stück musste ich ihn dann noch tragen. Wenigstens erhielt ich angemessene Bewunderung: “wooow, bist du soooo stark?!?!?” :-)

Heute war für mich auch kein besonderer Tag, aber ich habe wenigstens was Gutes getan, habe ein Mami entlastet, das so schlecht geschlafen hat, weil das Kind aufgrund der Windpocken kaum ein Auge zudrücken konnte. Und ich war auch noch an der frischen Luft.

Dennoch, mein Ferien laufen bisher unbefriedigend, vor allem im Hinblick auf die strenge Zeit, die mich auf der Arbeit die nächsten drei Monate noch erwartet. Ich will mir ab jetzt Mühe geben, meine Ferien bewusst zu geniessen. Und wenn ich schon nichts tue, dann will ich auch bewusst nichts tun, so dass es wenigstens Erholungswert hat und nicht nur Frustpotenzial.

12.27.09

Rückblick auf das bald vergangene Jahr

Veröffentlicht in Angst, Arbeit, Freundschaft, Leben, Leben nach Bulimie, Mitarbeiter, Therapie tagged , , , , , , , , , , , , , , , , , , um 4:11 pm von francy11

Heute ist der letzte Sonntag im Jahr 2009 und ich nehme diesen Tag zum Anlass, einen ganz persönlichen Rückblick vorzunehmen.

Das Jahr fing hart an. Ich war erst 3 Monate in meinem jetzigen Job und fühlte mich in jeder Hinsicht nicht wohl. Es ging mir hundeelend, ich hatte es sehr streng und es ging mir psychisch miserabel. Im Februar ging es eigentlich genau so weiter, ausser dass da noch die Fasnacht war, die ich irgendwie dann doch auch nicht so geniessen konnte. Im Februar hatte ich zumindest eine kleine Liebschaft, wenn man dies überhaupt so nennen kann, aber diese bereitete mir dann auch nur Kummer. Im März ging es weiter mit der strengen Arbeit und ich fühlte mich noch nicht wohler dabei. Meine Freizeit war in dieser ganzen Zeit nur spärlich und die meisten Wochenenden verbrachte ich angsterfüllt im Bett unter dem Schutz der Bettdecke. Im April kam dann die erste ‘Erleichterung’ bezüglich dem Job, da ich keine Mandate mehr hatte. So ging ich mit einer Freundin für 3 Wochen nach Thailand. Dennoch waren diese Ferien nicht das, was mir wirklich gut tat. Meiner Freundin ging es nicht gut und wir konnten die Ferien überhaupt nicht geniessen. Von Mai bis Juli hatte ich im Büro nix zu tun, wurde deshalb auch von meinen Chefs hinzitiert und meine Motivation wurde (gerechtfertigterweise) in Frage gestellt. Dennoch ging es mir etwas besser, da wenigstens der Mandats-Stress weg war und ich mich endlich wieder etwas freier fühlte. So konnte ich mich gegenüber den Mitarbeitern und Vorgesetzten besser öffnen und es kamen auf der Arbeit erste Aspekte von meinem wahren ‘Ich’ zum Vorschein. Ich wurde somit für meine Arbeitskollegen fassbarer. Ansonsten konnte ich den Sommer nicht wirklich geniessen, es ging mir nicht gut, ich wusste nicht, wohin ich gehöre, wollte einen anderen Job, fand aber keinen und hatte auch gar nicht wirklich die Motivation, um ernsthaft einen Job zu suchen. Meine Freundschaften waren am wanken, gerade in der Sommerzeit. Ich hätte gerne viel unternommen, aber ich fühlte mich bei niemandem so richtig wohl und fühlte mich nicht geborgen.

Doch da war eine Person, die immer mehr, ganz langsam und schrittweise, in meinem Leben mehr Bedeutung und Platz einnahm: meine Mitbewohnerin. Während ich mich anfangs Jahr noch allzu oft über sie ärgerte, lernte ich ihre Hilfsbereitschaft mehr und mehr zu schätzen. Ausserdem konnte und kann ich bei ihr ganz mich selbst sein, ich musste mich in keinster Weise verstellen. So hatte ich gerade in der für mich einsamen Sommerzeit immer mehr meine Mitbewohnerin an meiner Seite. Sie kam mit mir auswärts essen, Kaffee trinken, wir schwatzten stundenlang und bis in alle Nacht an unserem Küchentisch. Sie baute mich auf, unterstützte mich in meiner ganz eigenen Wesensart. Sie gab mir alle Zeit, mich an sie als gute Freundin – oder soll ich sagen als Schwester – zu gewöhnen und ihr (und somit stellvertretend auch andern Menschen) vertrauen zu lernen. Immer mehr begann ich, ihre Freundschaft zu schätzen und dem Universum für dieses Geschenk zu danken. So erkannte ich, dass mein Leben nicht nur arm ist, sondern durchaus erfüllt ist von so viel Liebe und Freundschaft. Ich klammerte mich an dieses kleine Glück und öffnete mich und mein Leben für noch mehr. Ich wusste, dass es Zeit braucht, und ich war meistens geduldig, auch wenn es sehr schwer war, immer wieder die Hoffnungslosigkeit, die Enttäuschungen und die Einsamkeit auszuhalten. Etwas in mir wusste jedoch: “da musst du durch und es gibt keinen anderen weg…und wenn du es schaffen willst, dann musst zu darüberhinaus noch sehr sehr viel Geduld mitbringen und darfst niemals aufgeben”. An diese Sätze habe ich immer wieder gedacht, währenddessen ich mein restliches (leidvolle) Leben auszublenden versuchte. Ich konzentrierte mich auf das, was ich hatte, jedes noch so kleine, schöne Erlebnis feierte ich, als sei es das Ulitmative Ereignis in meinem Leben. Ich hielt durch, machte einfach weiter und ignorierte unangenehme Stolpersteine. Ich glaube, ich war in meinem Leben noch nie so gut darin, mich am Guten und Positiven zu erfreuen wie im 2009. Natürlich ohne mich über das zu grämen, was schief lief. Ich versuchte immer wieder, die wahre Freude zu spüren, wenn mir etwas gelang. Ich glaube, das war der Schlüssel zu der grossen Veränderung, die dann später im Jahr stattfand. Ganz getreu dem Gesetz der Resonanz zog ich mit meiner Hoffnung und meinen guten Gefühlen noch mehr gutes an und meine Geduld wurde belohnt. Denn es war auch in dieser Zeit alles andere als einfach, die Hoffnung nicht zu verlieren und nicht aufzugeben.

Also…nun sind wir im Juli/August: in dieser Zeit hatte ich wieder ein paar Mandate. Und obwohl es wieder sehr hart war und ich unten durch musste, merkte ich, dass ich fachlich schon einiges dazugelernt hatte und nicht mehr ‘ganz’ unfähig war. Auch meine Arbeitskollegen merkten dies und so entspannte sich mein Arbeitsleben zum ersten mal etwas.

Ab September hatte ich dann 5 Wochen unbezahlten Urlaub. Die erste Woche genoss ich in vollen Zügen, bis ich dann den Fuss verknackste, die Bänder riss und an den Krücken laufen musste. Es war nicht von ungefähr, dass mir dies passierte. Ich war übermütig geworden, hatte das Gefühl, dass es mir schon besser ging, als es mir wirklich ging im Leben. So wollte mir das Schicksal mit dem Unfall zeigen: stop, du bist noch nicht ganz bei dir. Finde wieder in deine Mitte und mach erst dann weiter, wenn du wirklich bei dir bist.
Die Ferienwoche auf den Balearen mit meiner Mutter war dann aufgrund des Dauerregens und meines kaputten Fusses auch nicht wirklich spassig und wollte mir wohl auch nochmals zeigen: was willst du? wer bist du? wohin gehst du? Der Urlaub war eine harte Lebensschule – einmal mehr. Aus den Ferien zurück hatte ich dann noch 2 Wochen Urlaub zu Hause, bis dann die Arbeit wieder begann. In den zwei Wochen galt der Grundsatz ‘alles oder nichts’. Ich ignorierte meine körperlichen Schwachstellen (Fettpolster) und gönnte mir schönere Kleider und richtet mir mein Leben materiell immer mehr so ein, wie ich es wollte. Ich verbrachte fast die ganzen zwei Wochen damit, shoppen zu gehen und mir neue Kleider zu kaufen. Ich war und fühlte mich zwar mollig, aber es war mir egal. Ich dachte: lieber mollig und schöne Kleider, als mollig und nicht schöne Kleider. Es tat gut, es war ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber mir selbst, auch wenn es schwer fiel, meinen Körper annäherungsweise zu akzeptieren.

Seit September hatte ich zusätzlich ein neues Kapitel in meinem Leben aufgeschlagen: das Kapitel Antidepressiva und Ritalin. Ich war ja gerade im Sommer sehr oft bei meinem Psychiater, weil ich dann Zeit hatte. Irgendwann im Herbst, als ich wieder und wieder von meinen Ängsten erzählte, legte er mir nahe, es mit AD zu versuchen. Zuerst sperrte ich mich dagegen, inzwischen weiss ich, dass die Tabletten ein Segen für mich sind. Ein Tor zu einem besseren Leben. Das Ritalin hilft mir, im Job selbstbewusster aufzutreten, da ich konzentrierter bin. Die AD haben meine Ängste ins Nirgendwo katapultiert. Ausserdem halfen mir die Tabletten zu erkennen, dass ich ein Individuum bin, das niemandem für irgendwas Rechenschaft ablegen muss.

Generell – die ganze Kombination von harter Arbeit an mir selbst und die Tabletten verhalfen mir dazu, immer besser zu erkennen, was ich alles kann und wie weit ich im Gegensatz zu vielen anderen Menschen in meinem Leben schon bin. Früher dachte ich immer, durch meine Probleme bin ich weniger wert als die anderen und habe mein Leben einfach nicht im Griff, die anderen seien “weiter” als ich. Inzwischen weiss ich dass dies ein Irrglaube ist. Es könnte ja sein, dass ich gerade deshalb, weil ich mir eben mehr Gedanken machen übers Leben auch mehr erkenne, und dass ich so das Leben ganzheitlicher betrachte…so sehe ich eben nicht nur Glanz und Gloria. So habe ich eine weitere Sicht als viele andere Menschen. Das ist ein Geschenk und kein Fehler. Es ist ein Glück, mehr zu sehen. Es braucht aber auch das Verständis dafür, dass eben viele andere noch nicht so weit sind und dass sie somit auch nicht fähig sind, mich zu verstehen. Wie sollen sie auch? Etwas, das man nicht kennt, kann man nicht verstehen. Ich verstehe sie natürlich schon, weil ich ja auch schon da war, wo sie sind. Ich habe es durchlebt und erfahren und nun bin ich eben wieder an einem anderen Ort mit ein paar Erfahrungen mehr.

Ich habe mehr Demut gegenüber dem Leben, muss nicht mehr ‘alles haben’. Natürlich habe ich meine Wünsche und Träume, aber ich bin flexibler geworden. Ich nehme das, was mir das Leben schenkt. Und was ich nach langem Bitten nicht bekomme, hinterfrage ich regelmässig.

Ok, ich bin bei meinem Urlaub stecken geblieben. Mit einem Haufen neuer Kleider und mit Tabletten ausgerüstet, nahm ich im Oktober die Arbeit wieder auf. Die Veränderung war enorm: Meine Ängste vor der Arbeit waren weg, ich war fröhlich und aufgestellt, traute mich, Fragen zu stellen, lachte weiterhin darüber und akzeptierte es, wenn mir etwas misslang und wenn ich Fehler machte. Dafür erfreute ich mich immer mehr an dem, was ich konnte. Die Arbeit im Oktober und November war enorm hart. Ich schob Nachtschichten und es ging mir oft nicht gut. Aber ich war nie mehr so verzweifelt wie ich es vorher war. Ich wusste nun immer, dass ich es schaffen kann, und verurteilte mich wesentlich seltener bis gar nicht mehr.

Im November/Dezember begann dann meine “Work hard – Play hard”-Phase. Da meine Ängste weg waren, konnte ich die Wochenenden wieder geniessen und musste nicht mehr wie ein starrer Hase im Bett liegen. So konnte ich wieder ausgehen, Parties feiern und es richtig geniessen. Natürlich kamen gleichzeitig mit meinem Wiederaufblühen die Männer wieder ins (Lebens-)Spiel. Und diese Spezies hat es mir noch nie einfach gemacht. Aber spannend ist es allemal :-) Auch letzte Nacht war ich wieder aus (mit meiner Mitbewohnerin) und zog um die Häuser. Meine Mitbwohnderin und ich machen immer Themenabend, wenn wir ausgehen. Vorletztes Mal waren wir beide schwarz gekleidet, so war das Thema “Trauer-Polterabend”, als Solidarität für all diejenigen, die heiraten (die Armen ;-) …); ausserdem haben wir jeweils einen Running-Gag drauf. Am Trauer-Polterabend war es “Woooooosa” und “Easy Fish”…immer wenn uns jemand nervte oder eine komische Situation aufkam, wooosaten oder ‘easy-fishten’ wir herum und lachten und halb tot. Es war saulustig.
Letzte Nacht war das Thema “Damenhaft” bzw. “Lady-like”. Wir versuchten, nicht zu fluchen, und uns möglichst damenhaft zu benehmen, was uns nicht immer gelang. Der Running-Gag war “Scatmaaaaaaaaan dubidababa”. Wieder saulustig. Eines der Lokale, in dem wir waren, geht es erst um 4 Uhr morgens richtig los. Wir waren schon eine halbe Stunde früher da und die Tanzfläche war leer. Wir konnten uns überwinden, und tanzten wie die Blöden vor allen Leuten und wir amüsierten uns köstlich. Es tat gut, einfach sich selbst zu sein, sich zu bewegen und zu tanzen. Um 5.30 Uhr gingen wir dann heimwärts und schwatzen noch bis um 8 Uhr in der Küche. Der heutige Tag ist für nichts, aber das ist egal, das Nachtleben hat Spass gemacht.

Noch ein paar Worte zu der Arbeit. Inzwischen bin ich seit 1 Jahr und 3 Monate auf meinem Job und habe eine riesige Veränderung durchgemacht. Die Arbeit ist immer noch sehr anstrengend und bringt mich oft zur Verzweiflung. Aber ich betrachte sie als Lebensschule, bei der ich noch ein paar Sachen lernen will und muss, ehe ich mich nach etwas Neuem umsehe. Ich betrachte es quasi als meine Grenadier-Schulung, die mich abhärtet und mich stärkt für die weiteren Herausforderungen des Lebens.

Eigentlich ist in meinem Leben nichts ‘klar’, ich habe nicht den Job, der mir wirklich entspricht, wohne noch als Untermieterin in einer WG, habe keinen Freund, keine wirklichen Hobbies und weiss nicht wie es weiter gehen soll. Aber genau das gefällt mir an meinem Leben besonders gut. Ich würde es zu diesem Zeitpunkt nicht anders wollen. Alles ist noch offen und es geht mir gut. Ich danke für dieses Anstrengende, aber auch sehr lehrreiche und wirklich GUTE Jahr und bin bereit für das, was kommt!

Euch allen wünsche ich noch freudige letzte 2009-er-Tage und einen guten Rutsch ins 2010!

12.25.09

Was inzwischen geschah…

Veröffentlicht in Gefühle, Leben, Sensibilität tagged , , , , , um 11:09 pm von francy11

Etwas mehr als einen Monat habe ich jetzt nicht mehr in den Blog geschrieben. Jeden Tag, an dem ich nicht schrieb, kam es mir ein bisschen schräger vor. Ich habe das Gefühl, in den paar Wochen, sind Monate vergangen, so viel habe ich erlebt. Es war nicht nur gut, es war einfach sehr intensiv. Ich arbeitete enorm hart und kam deswegen körperlich an meine Grenzen. Aber auch gefeiert habe ich wie schon lage nicht mehr – ganz nach dem Motto “Work hard, play hard” - und so kam ich auch an den Wochenenden an meine Grenzen; körperlich und seelisch.

Wie soll ich sagen…Kurzfassung: die letzten Wochen über hat sich etwas in mir geöffnet, ich habe abgenommen, fühle mich dadurch wohler und kann mich besser ‘zeigen’, ausserdem wurde ich enorm extravertierter und partyfreudiger. Ich hatte trotz oder gerade wegen der harten Arbeit Lust auf Party, auf feiern, auf vergessen. Und es hat immer wieder gut gepasst. Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort bei den richtigen Leuten, so dass es wirklich Spass gemacht hat. Leider habe ich gewisse Grenzen überschritten, was dann darin resultierte, dass ich mich wieder schlecht fühlte. ich habe nichts Schlimmes gemacht, es waren ‘harmlose’ Knutschereien auf der Tanzfläche, aber bereits knutschen ist für mich nicht harmlos…will heissen: es verwirrt mich, ich verliere mich, vergesse mich, werde abhängig, will mehr…oder eben nicht…. Auch hier spielt eben meine Sensibilität verstärkt mit rein. Andere können knutschen und dann vergessen. Ich kann das nicht. Für mich hat es immer Konsequenzen…meistens fühle ich mich danach schlecht. Entweder, weil ich es gar nicht hätte tun wollen oder weil ich noch mehr wollte, ER aber nicht. Dass es mir danach gut geht, passiert recht selten.

So bin ich hier und trauere immer noch der letzten Knutscherei nach…einen Mann, den ich mit nach Hause nahm und den ich eigetnlich hätte treffen wollen, er mich aber offenbar nicht, denn er hat sich nicht mehr gemeldet, auch wenn vorher alles dafür sprach, dass er sich melden würde. Ich nerve mich über mich selbst, dass ich zu weit gegangen war, so dass ich dann meinerseits Gefühle entwickelten, die eigentlich hätten vermieden werden können. Aber was sage ich immer: man lernt…hoffentlich! Ich nehme es als weitere bittere Lektion zum Kapitel: “er will einfach nichts von dir”…tja, Pech gehabt. Ich hoffe, der Kummer dauert nicht mehr allzu lange an, ich kann dieses Gefühl nämlich nicht ausstehen.

11.15.09

Ärger

Veröffentlicht in Arbeit tagged , , , , , um 9:53 am von francy11

Endlich habe ich wieder kurz Zeit zum Schreiben. Die letzten Tage und Wochen habe ich Tag und Nacht gearbeitet. Oft bis spät nach Mitternacht, um dann um 8 Uhr wieder beim Kunden den Arbeitstag zu beginnen. Ich bin ausgelaugt und müde. Die letzten Tage kam es oft vor, dass ich in den Kleidern und mit Licht eingeschlafen bin und bis am Morgen durchgeschlafen habe. Meine Mitbewohnerin kam dann jeweils wenigstens das Licht löschen und mich zudecken.

Gestern als ich nach Hause kam, schob ich von innen den Türriegel zu. Ich dachte, wenn dann meine Mitbewohnerin heim kommt, kann sie ja klingeln, dann kann ich ihr die Türe aufmachen. Um 23 Uhr ging ich schlafen und dachte nicht mehr an die verriegelte Tür. Heute als ich aufwachte, die verriegelte Tür sah und meine Mitbewohnerin nicht da war schwante mir Böses. Wie verrückt suchte ich erst mal mein Handy, bis ich merkte, dass ich es im Auto vergessen hatte. Ich rannte im Schlafanzug zum Auto, um mein Handy zu holen. 9 Anrufe von ihr – und eine SMS, dass ich ihr Klingeln nicht gehört hätte und dass sie entweder auf der Treppe oder in ihrem Laden schlafen würde. Schock pur. Ich fuhr (im Schlafanzug!!!) sofort zu ihr in den Laden und holte sie ab. Sie schlief auf Stühlen und einem Berg von Kleidern. Ich hatte so ein schlechtes Gewissen. Ausserdem brachte es mich zum Nachdenken. Wenn ich von der Arbeit so übermüdet bin, dass ich nicht mal mehr ein Sturmklingeln höre, dass ich mit den Kleidern einschlafe, mein Handy immer wieder irgendwo vergesse, dass ich die Autotüre eine Nacht lang weit offen lasse, dann kann etwas nicht mehr stimmen.

Heute ist Sonntag und die nächste Woche ist sehr, sehr streng. Ich sollte mich heute ausruhen, kann aber nicht, weil ich arbeiten muss. Es wird mindestens 4-5 Stunden dauern, bis ich alles von letzter Woche erledigt habe. Ich muss es heute Abend noch ins Büro bringen, damit es meine Chefin morgen reviewen kann. Ich will nicht mehr. Donnerstag und Freitag wurde ich von ihr kurzfristig auf einem Mandat eingesetzt. Wie sie da mit mir umging und was sie mir für die 2 Tage alles aufhalste grenzt an Mobbing. Wir waren zu viert und mussten Prozesse prüfen. Mir gab sie 3 Prozesse: den grössten und einen weiteren grossen und noch einen relativ kurzen. Ich bin verdammt noch mal erst ein Jahr dort. Die anderen (alle mindestens 2-3 Jahre dort) mussten nur einen (kürzeren) Prozess abarbeiten. Und derjenige, der immerhin 2 Prozesse hatte, hatte mit dem einen Prozess praktisch keinen Aufwand. Sie gingen alle bereits um 5 Uhr jeweils schon nach Hause und machten sich über mich lustig, im Sinne von: “Willst du etwa hier übernachten?”. Ich blieb bis 21 Uhr dort, um einigermassen vorwärts zu kommen. Ausserdem gaben sie mir viele Infos nicht weiter, die ich hätte erhalten müssen. Sie vergassen es einfach. Pech, was????

Das einzige, was mir gut tat, war, dass sogar der Finanzchef (unser Kunde) sagte, ich hätte den happigsten erwischt und sei ja total ins kalte Wasser geworfen worden. Beim Abschied am Freitag Abend dankte er mir dann besonders Herzlich für meinen Einsatz und meine Hilfe. Das tat gut. Ihm war total bewusst, dass die Aufgaben unfair verteilt wurden. Meine Chefin motzte dann noch die ganze Zeit herum, was ich alles falsch gemacht hätte und fragte mich die ganze Zeit: “das hast du schon auch gemacht, das hast du schon auch geprüft, davon hast du schon eine Kopie gemacht, ODER??????”. Nein, verdammt, für das meiste fehlte mir die verdammte Zeit, du Arschloch.

Ich war so sauer!!! Zum ersten Mal seit ich dort arbeite, dachte ich nicht mehr, dass ich nichts bin und nichts kann, sondern dass die anderen einfach totale Vollidioten sind, die die Aufgaben total unfair verteilen und kein Gespür für andere Menschen haben. Ich bin enttäuscht und schockiert zugleich. Wütend so oder so!!!

11.02.09

Der dritte Korken

Veröffentlicht in Uncategorized um 9:41 pm von francy11

Immer wenn meine Mitbewohnerin und ich etwas zu feiern haben, trinken wir Champagner, bzw. Mädels-Champagner mit Litchi-Geschmack. Die letzten Male haben wir angefangen, die Korken entsprechend zu beschriften und aufzubewahren. So haben wir z.B. einen “Guter Tag – 06.09.09″-Korken. Das war, als ich die Bänder riss und wir so einen lustigen Tag hatten. Der zweite Korken war unser einjähriges WG-Jubiläum, das war am 1.10.2009. Heute konnten wir den dritten Korken beschriften. Der Grund? Eigentlich wollte ich früh zu Bett, da rief mich eine Freundin an. Sie erzählte mir, dass sie sich soeben von ihrem Freund getrennt hatte und erläuterte mir die Details inkl. der Vorgeschichte. Es kam für mich nicht überraschend, ich hatte es schon lange geahnt. Dennoch war ich nach dem Telefonat einfach nur glücklich, dass ich diese Probleme momentan nicht habe. Ich würde es schlicht nicht aushalten. All die Kompromisse, die man in einer Beziehung eingehen muss, all die Vorwürfe, die teilweise erst nach Jahren an den Kopf geworfen werden, all die Beschämungen, all die Wut…mein Gott. Obwohl ich natürlich voller Mitgefühl war für meine Freundin, war ich einfach nur noch glücklich und nahezu euphorisch, dass ich diese Sorgen nicht habe. Ich rannte zu meiner Mitbewohnerin, nahm einen Champanger zur Hand und wir tranken auf unser glückliches Single-Leben. Es ging uns richtig gut. Es geht mir nicht darum, Beziehungen zu verurteilen. Aber wenn man als Single ab und zu einen Hänger hat, dann beschönigt man das Beziehungsleben schnell mal und vergisst all die Mühen, die dahinterstecken. Jetzt wurde mir das so richtig bewusst. Ich wäre jetzt nicht bereit, eine Beziehung einzugehen. Umso mehr freue ich mich, dass es für mich gar kein Thema ist.

So heisst unser neuer Korken: “Single-Feiertag – 2.11.2009″. Prost!

11.01.09

Heute ist ein guter Tag

Veröffentlicht in Angst, Bulimie, Gefühle, Leben, Schlechte Laune tagged , , um 1:27 pm von francy11

Das Wochenende war bisher sehr ‘müde’. Eigentlich hätte ich am Freitag noch Pary machen wollen und gestern zumindest noch auswärts essen gehen. Daraus wurde nichts. Ich war von der Woche, v.a. vom unregelmässigen Schlafrhythmus so übermüdet, dass ich mich am Freitag und Samstag nur noch knapp bis 23 Uhr wach halten konnte. Dies fand ich zwar sehr schade, aber ich beugte mich der Situation und ging jeweils früh ins Bett. Wenigstens reichte es am Freitag noch für ein Bier in der Quartierbeiz und gestern noch fürs Kino (knapp ohne einzuschlafen). Gestern war ich den ganzen Tag über sehr schlecht gelaunt. Ich hatte schon Angst, wieder einen Bulimie-Rückfall zu haben, aber es ging dann zum Glück ohne.

Heute hatte ich dann Mühe mit dem Aufstehen, aber jetzt geht es mir wieder gut. Es ist ein schöner Tag und ich war zeitweise sogar richtig glücklich. Es ist immer noch ein wenig Angst vorhanden, aber es geht. Die Sonne scheint und ich war in der Stadt an der Sonne einen Kaffee trinken. Es tat sehr gut, an der frischen Luft zu sein und von der Sonne mit Energie versorgt zu werden. In einer halben Stunde gehe ich eine Freundin vom Bahnhof abholen. Wir werden ein bisschen spazieren, quatschen, was essen und uns dann zur Krönung des Tages vielleicht sogar einen Hammam-Besuch genehmigen.

Heute ist ein guter Tag und ich bin dankbar dafür.

10.26.09

Geschützt: Gute Nachrichten

Veröffentlicht in Uncategorized um 9:02 pm von francy11

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